Neue Freunde in Frankreich gewonnen
„Am Anfang war ich ziemlich aufgeregt und hatte auch ein bisschen Angst, dass ich die Sprache nicht gut kann, aber das hat sich schnell geändert“. So wie diese Siebtklässlerin dachten wahrscheinlich einige der 24 Schülerinnen und Schüler, die vom 20. bis 27. März 2026 am Frankreichaustausch des Allgäu-Gymnasiums teilnahmen. Eine Woche in der Ardèche, vollgepackt mit einem üppigen Programm und einem Aufenthalt in einer bis dahin nur über WhatsApp bekannten Familie. Wie das wohl werden würde?
Nach einer 12-stündigen Busfahrt kamen die deutschen Austauschteilnehmer zusammen mit ihren begleitenden Lehrkräften Angelika Altenthan und Alexandra Haas am Freitagabend in dem kleinen, südfranzösischen Städtchen Aubenas an. Es folgte ein Wochenende in den Gastfamilien, an dem einige – sehr unterschiedliche - Aktivitäten wie Reiten oder einfach die gemeinsame Erkundung der Stadt angesagt waren. „Es war richtig schön und wir haben viel gelacht, auch wenn wir uns manchmal nur mit Händen und Füßen verständigen konnten“ erzählte ein Mädchen. Mancher Start verlief aber auch holprig, denn an fremdes Essen, eine komplett neue Umgebung in einem anderen Land und manchmal auch das Fehlen scheinbar selbstverständlicher Annehmlichkeiten muss man sich natürlich erstmal gewöhnen.
Das eigentliche Programm in der Gruppe begann dann am Montag mit der beeindruckenden Grotte Chauvet, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört und in der man unzählige, bis zu 30000 Jahre alte Höhlenzeichnungen finden kann. Danach ging es noch zum wunderschönen Pont d’Arc, eine natürliche Kalksteinbrücke, die sich über die Ardèche spannt und somit als Fotomotiv herhalten durfte.

Am folgenden Tag machten sich die französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler auf zum weltberühmten Pont du Gard, einem dreistöckigen Aquädukt aus der Römerzeit. Nach einem kurzen Besuch des Museums und einem Picknick unter dem Pont fuhr man weiter durch die Camargue ans Meer. „Das war mein Highlight, weil ich das Meer liebe und wir dort eine tolle Zeit hatten“ berichtete eine AG-lerin.
Am Mittwoch durften die deutschen Austauschteilnehmer den Unterricht ihrer Korrespondenten besuchen: Französisch, Mathe und Geschichte standen unter anderem auf dem Stundenplan. Manche Lehrer hätten sie gut einbezogen und die Inhalte – zum Beispiel in Mathe – wären abgesehen von den Fachbegriffen auch größtenteils klar geworden, resümierten die Jungs und Mädchen. Aber auch die Unterschiede zwischen den Schulsystemen fielen ihnen auf: so müssen die Franzosen zum Beispiel bei Eintritt und Verlassen des Schulgebäudes immer ihren Schülerausweis zeigen, da hier streng kontrolliert wird. „Es war spannend, weil vieles anders war“ fand ein Mädchen.
Der Besuch der Aven d’Orgnac, ein faszinierendes, 5 Kilometer langes Tropfsteinhöhlensystem, bildete den Abschluss der Aktivitäten in der Ardèche. „Es war kühl und ein bisschen gruselig“ kommentierte eine Schülerin ihren Abstieg in die bis zu 120 Meter tiefe Höhle.
„Neue Eindrücke gesammelt, Abenteuer erlebt, Sprachkenntnisse erworben und neue Freunde gewonnen“, hätten sie erzählten die Jungs und Mädchen vom AG auf der Heimfahrt nach Deutschland und fanden, dass „die Woche schnell vorbei war“. Aber auf ein Wiedersehen mit ihren Austauschpartnern müssen sie nicht lange warten, denn Ende April steht der Gegenbesuch der Franzosen in Kempten an. Wie das wohl werden wird?
Alexandra Haas







