Ein tränenreicher Abschied… immer ein gutes Indiz dafür, dass der Schüleraustausch gelungen war.

Und genau das war auch in diesem Jahr der Fall: sowohl der gelungene Austausch als auch die Tränen am Bahnhof. 19 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen durften in diesem Jahr eintauchen in die Welt unserer Partnerschule „Institut La Mitjana“ in Lleida (Katalonien), wo sie viele tolle Eindrücke und Erfahrungen gesammelt haben. Vom 07. bis 13. Februar waren unsere AG-Schülerinnen und Schüler (begleitet von Fr. Styra und Hr. Mühlegg) in Spanien. Eine Woche quasi auf sich alleine gestellt, in einer Gastfamilie, die nur spanisch oder katalanisch, mit Glück auch etwas Englisch spricht, aber bestimmt kein Deutsch. Für die meisten war die größte Herausforderung aber nicht die Sprache, sondern die ungewohnt späte Abendessenzeit.
Auf dem Programm in Spanien standen wie immer ein Schulbesuch mit Projektarbeit zum Thema „Iguales pero diferentes – Same but different“ sowie viele Exkursionen in Lleida und die Umgebung (Barcelona, Tarragona). Vollkommen unerwartet traf uns die Schulschließung am Tag vor unserer Abreise aufgrund von Sturmwarnungen.
Die spanischen Gäste durften bei ihrem Gegenbesuch vom 19. bis 25. März neben einer Besichtigung von Kempten (Stadtführung, Erasmuskapelle, APC) auch das Schloss Neuschwanstein und München besichtigen. Und die Projektarbeit musste ja auch noch abgeschlossen und präsentiert werden. Aber auch in der Freizeit war viel geboten, und so entstanden echte Freundschaften, die hoffentlich auch in Zukunft weiterbestehen und dann zu vielen weiteren tränenreichen Abschieden führen werden.
Hier ein paar Schülereindrücke:
„Wir sind mit dem Zug zum Flughafen gefahren – das fand ich eigentlich sehr praktisch. Um ca. 17:30 Uhr sind wir dann in Barcelona gelandet. Die ganze Anreise war super entspannt und gut organisiert. Die Busfahrt vom Flughafen nach Lleida hat sich so lang angefüllt, aber es war total aufregend mit dem Bus durch Barcelona zu fahren. Nach einer ca. zweistündigen Busfahrt konnten wir dann endlich unsere Austauschpartner begrüßen, und am Abend auch noch direkt die Familie und Freunde kennenlernen.“ (Lena)
„Bei der Schulhausführung habe ich gesehen, dass die Klassen in unserer Partnerschule um einiges kleiner sind und das Schulgebäude auch offener aufgebaut ist. Der größte Unterschied: zwischen den Stundenwechseln spielt ein Lied in voller Lautstärke für etwa drei Minuten, bis alle Schüler ihr Klassenzimmer gefunden haben. Ich finde das an sich eine gute Idee, weiß aber nicht, ob mich das nicht irritieren würde.“ (Elisa)
„Am Montag haben wir den Park Güell in Barcelona besucht. Am Anfang sind uns direkt die vielen Palmen aufgefallen. Auf dem großen Platz haben wir auch die Mosaike gesehen, für die Antonio Gaudí bekannt ist. Außerdem hatte man da oben eine tolle Sicht auf Barcelona und das Meer. Unter dem großen Platz befindet sich eine Art Tempelhalle mit vielen Säulen. Die Halle sieht sehr beeindruckend aus und wirkt fast wie ein antiker Tempel.“ (Neela)
„Die Fußgängerzone in Barcelona ist sehr belebt und hübsch, es gibt viele kleine Cafés und schöne alte Gebäude mit beeindruckenden Fassaden. Gerade mit dem traumhaften Wetter an diesem Tag war Barcelona wunderschön und wirkte sehr fröhlich.“ (Laura)
„Es war toll, die Sagrada Familia mal in echt zu sehen, über die man im Spanisch-Unterricht schon geredet hat. Wir haben sogar eine Führung bekommen. Besonders schön fand ich die Buntglasfenster der Kirche, die ein schönes Licht ins Innere des Gebäudes geworfen haben.“ (anonym)
„Am späten Nachmittag haben wir uns noch mit anderen getroffen. Da haben wir "Imposter", "Black Stories" und "Just Dance" gespielt. Wir haben an dem Nachmittag viel gelacht und es hat sehr viel Spaß gemacht gemeinsam mit den spanischen und deutschen Freunden Zeit zu verbringen.“ (Ida)
„Am Donnerstag war wegen starkem Wind schulfrei. Es war das erste Mal in Spanien, dass wegen Wind keine Schule war. Aber für uns war das nicht so schlimm, da die Spanier alle sehr nahe beieinander wohnen. So konnten wir uns treffen, ohne ein Risko einzugehen. In Lleida war der Sturm auch nicht wirklich schlimm, in Küstenstädten, wie Barcelona aber schon. Es gab dort Windböen mit über 120 km/h. Bei uns gab es gegen Mittag aber schon Entwarnung und man konnte wieder ganz normal nach draußen gehen. Der Abschluss in Form von Bowling konnte am Abend dann also ganz normal stattfinden.“ (Tim)
Zur Bildergallerie:
Foto 1: Auf dem Glockenturm des „Seu Vella“, dem Wahrzeichen Lleidas
Foto 2: Führung im Kreuzgang in der Seu Vella
Foto 3: Empfang im Rathaus von Lleida
Foto 4: Auf dem Hauptplatz des Park Güell
Foto 5: Vor der Säulenhalle im Park Güell und dem berühmten Dragón
Foto 6: Führung in der Sagrada Familia
Foto 7: Vor der (unvollendeten) Kathedrale in Tarragona
Foto 8: Blick auf das Mittelmeer in Tarragona
Foto 9: Tagesausflug zum Schloss Neuschwanstein







